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    Fotoausstellung „Buntes Namibia – Land der Vielfalt und Weite“ im Knappschaftskrankenhaus

    Auge in Auge mit einem Gepard, Giraffen, Elefanten und Zebras in freier Wildbahn und doch zum Greifen nah, abgestorbene Bäume in einem ausgetrockneten Salzsee vor strahlend orangefarbenen Dünen, stelzenden Wasservögel am Meer, grüne Wiesen und immer wieder dieses ganz besondere, fast samtige Licht: Das ist Namibia, ein Staat im südwestlichen Afrika, der durch die Wüste Namib entlang der Atlantikküste geprägt ist. Andreas Beyna war schon zweimal da und hat das farbintensive Landschaftspanorama, die kontrastreiche Lichtstimmung sowie skurrile Baumformationen und die artenreiche Tierwelt auf zahlreiche Fotos gebannt. Unter dem Titel „Buntes Namibia – Land der Vielfalt und Weite“ sind einige seiner Bilder nun bis Mitte Januar im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, im Gang zur Cafeteria, zu sehen.

    Als Kind schaute er die Serie „Daktari“, in der ein Tierarzt im afrikanischen Busch eine Station für kranke Tiere betreibt. Seitdem hatte Andreas Beyna einen Draht zu Afrika und war fasziniert von der Steppe, den Tieren und dem Licht. Als ihn 2008 Freunde fragten, ob er mit nach Namibia, in das Land der roten Stille, kommen wolle, musste daher keine Überzeugungsarbeit mehr geleistet werden und los ging’s.

    Angekommen in der Hauptstadt Windhoek, war alles aber erst einmal ganz anders als erwartet: sehr sauber und ordentlich, Straßen mit deutschen Namen und deutsche Firmenschilder: „Es kam mir vor wie eine Kleinstadt in Deutschland und noch verdutzter war ich, als ich in der Apotheke auf der Suche nach einem Mückenschutzmittel auf Deutsch angesprochen wurde“. Kein Wunder, denn Namibia hat eine deutsche Vergangenheit. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde Namibia von Deutschen kolonialisiert, danach wurde es für über 70 Jahre ein Teil Südafrikas und erreichte erst 1990 seine staatliche Unabhängigkeit.

    Als es mit dem Leihwagen aber dann los ging ins Landesinnere, war es genauso, wie erwartet: eine vielfältige und abwechslungsreiche, teils skurrile Landschaft zwischen Steppe, Wüste, Meer und Gebirge, mit beeindruckenden Tieren, die nicht wie im Zoo durch ein Gitter, sondern frei, wie im Etosha Nationalpark beobachtet werden konnten. Als sich auf dem Heimweg kurz vor dem Ausgang auch noch der König der Tiere, ein Löwe, zeigte, war das einer der Höhepunkte der Reise. Wozu auch eine wilde Giraffe gehört, die neben der Autobahn scheinbar den Autos hinterher rannte.

    Besonders beeindruckt war Beyna aber von den extrem freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Ein Großteil ist arm und dennoch ist die Kriminalität nicht mit der in Südafrika zu vergleichen „Ich habe mich stets sicher gefühlt“.

    Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland, hat dabei aber nur rund 2,5 Mio. Einwohner. Damit einher geht eine schier unendliche Weite. „Es war echt gewöhnungsbedürftig, dass man sooo weit gucken kann“, erzählt Beyna, der seit 1990 als Fotograf am Knappschaftskrankenhaus arbeitet.

    Seine Erfahrungen in Namibia waren so eindrucksvoll und nachhaltig, dass sich Beyna gnadenlos mit dem berüchtigten „Virus Africanus“ infizierte. Das Land und der Kontinent lassen ihn seither nicht mehr los, und er will ganz bald wieder hin.


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